Aktionswochen Vielfalt in Weil der Stadt – das Beste gegen Einfalt

Projektübersicht:

Eröffnungsfeier mit Kinder & Jugendprogramm, Tafel der Vielfalt und Livemusik

 

17.09. | 10:00 – 17:00 Uhr

Trommelei

Workshop: Lass Dich hören!  -  Demokratie ist schützenswert

Demokratie lebt davon, dass Alle sich einbringen. Es ist leicht Kritik zu haben, aber die Gesellschaftsordnung der Demokratie ist das Beste was wir haben. Es ist es wert das zu schätzen und zu schützen. Es ist leichter sich einzubringen, wenn man bestimmte Fähigkeiten hat.

Wir gebrauchen afrikanische Trommeln als Mittel um zu spielen mit dem Thema "Lass Dich hören!".  Werde ich besser gehört, wenn ich laut und wild drauf los spiele? Oder soll ich besser auf das Timing achten wann ich meinen Beitrag einbringe? Wann bin ich bereit der Andere zuzuhören? Wie entsteht einen echten Dialog?

Mit einfachen Rhythmen und Improvisation machen wir die Gesetzmäßigkeiten in der Kommunikation hörbar und erlebbar. Freudiges Spielen und Reflektionen auf dem Gruppen-Prozess wechseln einander ab. Basisregeln der Argumentation werden vermittelt und die Teilnehmer bekommen Kriterien wie man Informationen von Gesprächspartner und in sozialen Medien beurteilen kann an der Hand.

Jugendlichen und Erwachsenen in allen Altersstufen mischen sich und können berichten aus ihrer Lebenswelt wo sie gehört oder nicht gehört wurden. Alt und Jung lernen voneinander.

Teilnehmendenzahl 10 bis 20. Anmeldung und Infos unter: www.trommelei.de

 

25.09. | 12:00 – 18:00 Uhr

Startpunkt Bahnhof Weil der Stadt

Bildungsfahrt jüdisches Leben am oberen Neckar

Die Fahrt “Geschichte jüdischen Lebens” folgt den Spuren jüdischen Lebens am oberen Neckar von Hechingen nach Horb. Juden sind hier seit dem 13. Jahrhundert bezeugt, wurden aber nach den Vertreibungen am Ende des Mittelalters nur noch in reichsritterschaftlichen Territorien oder Teilen von Hohenzollern geduldet. Die Juden am oberen Neckar übernahmen wichtige Funktionen in der Textilindustrie, in Bildung, Gesundheit und im Land- und Viehhandel. Viele von ihnen – wie die Familie Wolf, die Hoffaktorin Madame Kaulla und der Erfolgsschriftsteller Berthold Auerbach – errangen über das Land hinaus Bekanntheit und Anerkennung. Die Synagoge Hechingen war der Mittelpunkt der ehemaligen jüdischen Gemeinde, die 1842 ein Viertel der Hechinger Einwohner zählte. Über Stein und Rangendingen geht es nach Haigerloch, in das frühere jüdische Wohnviertel Haag. Hier ist ein ganzes ehemaliges jüdisches Wohnviertel erhalten. Der Besuch der ehemalige Synagoge Haigerloch mit der Dauerausstellung „Spurensicherung: Jüdisches Leben in Hohenzollern" und des Friedhofs ist auf dem Programm. Über Mühringen – mit einer eventuellen Kurzbesichtigung des Mikwe (rituelles Reinigungsbad der Juden) – geht es zum Berthold-Auerbach-Museum in Nordstetten und danach zum Museum Jüdischer Betsaal in Horb.

Geplanter zeitlicher Ablauf (Änderungen vorbehalten) am 25.09:

12:00 Uhr Abfahrt in Weil der Stadt
13:00 Uhr Einführung in das Thema in der Synagoge in Hechingen
14:00 Uhr Besuch der Synagoge mit Dauerausstellung im jüdischen Wohnviertel Haag in Haigerloch Danach eventuell Besuch der Mikwe (rituelles Reinigungsbad) in Mühringen
16:00 Uhr Besuch des Auerbachmuseums in Nordstetten 17 Uhr Besuch des jüdischen Betsaals in Horb
18:00 Uhr Rückfahrt

 

28.09. | ab 19:30 Uhr

Klösterle

Vortrag Prof. Dr. Benigna Schönhagen:
Zwischen Verfolgung und Akzeptanz - 1000 Jahre Jüdisches Leben im deutschen Südwesten

Die 1700 Jahre Jüdischen Lebens im Gebiet des heutigen Deutschland sind durch eine Abfolge von Wellen der Verfolgung wie Akzeptanz gekennzeichnet. Der Zivilisationsbruch der Schoa war existenziell, er brachte das Ende des deutschen Judentums. Aber auch in den Jahrhunderten davor war es mehrfach zu einschneidenden Veränderungen der Lebensbedingungen von Jüdinnen und Juden gekommen. So am Ende des Mittelalters, als mit den Ausweisungen der Juden aus den großen Territorien und Reichsstädten das flache Land zum Rückzugsgebiet wurde und sich dort nach und nach stabile jüdische Gemeinden entwickeln konnten, das sogenannte Landjudentum. Nahezu 400 Jahre lang bildete das Leben auf dem Land die vorherrschende Lebensform von Juden im Alten Reich. Mit der rechtlichen Gleichstellung im 19. Jahrhundert zogen dann die meisten Juden wieder in die Städte. Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung nach und zeigt die Vielfalt von Lebensformen auf, die dabei entstanden. Dabei fragt er insbesondere, wie sich das Zusammenleben von Christen und Juden entwickelte.

Zur Anmeldung geht es hier Anmeldung.

 

03.10. | 11:00 – 18:00 Uhr

Eisenbahnstraße 22

Tag der offenen Moschee

Der Tag der offenen Moschee wird bundesweit am Tag der deutschen Einheit begangen, als Symbol religionsübergreifender Verständigung. Auch die Qamar-Moschee der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde öffnet ihre Türen für Besucher von 11:00 bis 18:00 Uhr. Besuchende können sich über eine Islamausstellung freuen und Gespräche mit der ortsansässigen Gemeinde führen.

Keine Anmeldung nötig. Weitere Infos unter: www.ahmadiyya.de

 

06.10. | ab 19:00 Uhr

Klösterle

Vortrag Dominik Schroth und Julian Salzmann:

Antisemitismus in Verschwörungstheorien - Ursachen, Hintergründe, Gefahren

Der deutsche Staat ist lediglich eine Firma, das englische Königshaus steht an der Spitze einer Illuminaten-Verschwörung, oder Bill Gates arbeitet an der Reduktion des Bevölkerungswachstums durch Impfungen. Die Glaubenswelt von Verschwörungstheoretikern umfasst oftmals einen bunten Strauß an kruden Behauptungen und allerlei Fantastereien. Die Verschwörungsweltsicht ist dabei ohne Antisemitismus ebenso wenig denkbar wie Antisemitismus ohne Verschwörungsweltsicht. Es gibt strukturelle Verbindungen und eine identische Projektionsstruktur. Antisemitismus legitimiert über seine Verschwörungsweltsicht den blinden Hass und Gewalt gegen Jüd/-innen und alles als jüdisch Fantasierte – dem ausgesprochenen Hass folgt mörderische Gewalt. Mit wissenschaftlichen Definitionen und neuesten Erkenntnissen aus der Antisemitismusforschung sowie konkreten Handlungstipps im Umgang mit Verschwörungstheorien versucht der Vortrag ein verworrenes Thema zu entwirren. (Im Rahmen der Weil der Städter Vielfaltwochen)

Zur Anmeldung geht es hier.

 

07.10. | ab 18:00 Uhr

Kulisse Weil der Stadt

Wiedersehen mit Brundibar

Ein Dokumentarfilm von Douglas Wolfsperger (85 Min.)
Anschließend Gespräch mit Douglas Wolfsperger

Holocaust? Nicht schon wieder, das war in der Schule schon oft genug Thema! Das ist in etwa die erste Reaktion der Jugendtheatergruppe DIE ZWIEFACHEN der Berliner Schaubühne, als klar wird, dass als nächstes die Kinderoper »Brundibár« gespielt werden soll. Und tatsächlich sind die Hintergründe um »Brundibár«, uraufgeführt im Ghetto Theresienstadt, missbraucht von den Nazis, um der Welt gegenüber die Zustände im KZ zu verschleiern, keine leichte Kost. Als die Jugendlichen nach Theresienstadt reisen, geraten sie dort aber doch langsam in den Sog der Geschichte, die sie bisher so herzlich wenig interessierte. Das liegt nicht zuletzt an ihrer Mitreisenden Greta Klingsberg, einer charismatischen alten Dame aus Israel, die eine der wenigen überlebenden der Originalbesetzung von »Brundibár« ist und den Jugendlichen die Scheu vor den Schrecken der Vergangenheit nimmt. Schnell wird klar, dass sie mehr verbindet, als ihnen bewusst war, und zur »Brundibár«-Premiere in der Schaubühne sitzt Greta im Publikum, tief berührt von der Darstellung ihrer Freunde in »ihrem« Stück.

Keine Anmeldung nötig

 

08.10. | 9:00 – 17:00 Uhr

Landesakademie für Jugendbildung

Demokratiekonferenz: Jugend(arbeit) in Krisenzeiten

Krisen prägen das Tagesgeschehen in einem enormen Ausmaß. Gemeinsam mit anderen Trägern fragen wir uns jetzt: Welche Spuren hinterlassen Krisen wie Corona oder der Ukrainekrieg bei Jugendlichen? Wie kann Jugendarbeit hier unterstützen? Wie steht es um die Jugendbeteiligung und Demokratie? Was brauchen Kinder, Jugendliche und Fachkräfte in krisenhaften Zeiten?

WAS?

Nach einem Jahr Projektarbeit "Aufholen nach Corona" werden wir gesammelte Positionen, Wünsche und Forderungen sichtbar machen, diskutieren und weiterentwickeln. Dazu gibt es einen Tag mit Ausstellung von Kunstobjekten aus der Projektarbeit, eine Podiumsdiskussion mit Landespolitiker*innen, Jugendlichen und Fachkräften, Vernetzungsmöglichkeiten, Workshops, Diskussionen, Musik...

FÜR WEN?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, pädagogische Fachkräfte, Ehrenamtliche, Menschen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft

Anmeldung und Tagesplan: https://www.jugendbildung.org/paed-fachkraefte/kursdetail/demokratiekonferenz

 

12.10. | ab 18:00 Uhr

Online

Vortrag Prof. Dr. Julia Bernstein:
Antisemitismus an Schulen

Das Regionale Demokratiezentrum Böblingen lädt Sie im Rahmen der Vielfaltswochen der Partnerschaft für Demokratie Weil der Stadt herzlich zum Vortrag „Antisemitismus an Schulen“ von Professor Dr. Julia Bernstein ein.

Im Zuge der Aktionswochen möchten wir eine Auseinandersetzung mit dem Thema Antisemitismus an Schule anregen. Wie äußert sich Antisemitismus an den Schulen heute und wie kann ich mit Antisemitismus kritisch umgehen? Und vor allem: Wie nehmen Betroffene den Antisemitismus und den Umgang mit ihm wahr?

Nach dem einstündigen Vortrag auf Zoom wird es die Möglichkeit geben, Professor Dr. Bernstein Fragen zu stellen. Wir bitten um eine formlose Anmeldung per Mail an a.wolf@vfj-bb.de
 

Zur Person: Julia Bernstein ist Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences und Leiterin des dort angesiedelten Forschungsbereichs „Gesellschaftliches Erbe des Nationalsozialismus“. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeiten und Rassismen in den Institutionen, visuellen Medien und im Alltag, Jüdische Identität im gesellschaftlichen Wandel, Stereotypisierungs- und Ehtnisierungsprozesse

 

15.10. | 15:00 – 18:00 Uhr

MehrGenerationenFarm

Kürbisfest

Am So. 15.10. ist es wieder soweit: die Farm lädt zum Kürbisschnitzen ein. Ab 15 Uhr sind Eltern mit ihren Kindern sind herzlich willkommen! Geschnitzt wird an Tischen, draußen im Farmgarten (ggfls. unter Corona-Schutzmaßnahmen). Schnitzwerkzeuge und Kürbisse sind vorhanden, so dass jeder nur seine Ideen zum Schnitzen mitbringen muss. Was für ein Kürbis soll es werden? Ein gruseliger, ein freundlicher, ein witziger? Oder eher ein Fledermaus-Kürbis? Hauptsache, es macht den Beteiligten Spaß, zu sehen, wie ihr Kunstwerk entsteht. Wer zwischendrin Hunger bekommt, darf sich durch süße und deftige Kürbiskuchen probieren. Auf alle Fälle wird es echten Pumpkin-Pie nach amerikanischem Rezept geben. Nebenher kann man die Gelegenheit nutzen, andere Kürbisse zu begutachten und mit den weiteren Schnitz-Künstlern ist Gespräch zu kommen.

Anmeldung: mgf@mitfuereinander.de

 

15.10. | ab 20:00 Uhr

Aula im Schulzentrum

Salam Konzert - arabisch-hebräische Begegnung

MAZEN MOHSEN - Alon Wallach - Ines Amanovic

Mazen Mohsen – Gitarrist u. Sänger ist 1994 in Suwaida, Syrien geboren. Dort studierte er Musik und Gesang und arbeitete nachher als Musiklehrer, er ist seit 2015 in Deutschland, spielt Gitarre und Laute (Oud), singt arabische Lieder, viele davon sind nicht nur im Arabischen, sondern auch im großen Nahöstlichen Raum bekannt. Durch seine Teilnahme an der 11. Staffel von “The Voice of Germany” und die Zusammenarbeit mit Popstar Mark Forster ist er als Sänger in der arabischen Popszene noch bekannter geworden.

Als Sänger und Gitarrenspieler, arbeitete er mit dem Verein Zuflucht Kultur, an der Produktion mehrerer Opernprojekte, so etwa: Zaide, Idomeneo von Mozart und Orfeo. Mohsen sang mit dem philharmonischen Chor Stuttgart und hat an mehreren Tanztheaterstücken wie UpSide Down und Menschen Tanzen sowie Tanz mit der Schönheit teilgenommen. Er nahm an den Musikprojekten Fugato, Trimm Chor und OneWorld Chor in und um Stuttgart rum teil und spielte Musik beim Sommerfestival in Stuttgart sowie beim Straßenmusikfestival in Ludwigsburg.

Er versteht es meisterhaft, sein Publikum anzusprechen und in den Ablauf der Veranstaltung einzubeziehen.

Mazen Mohsen – Gitarrist und Sänger

Alon Wallach – Gitarrist und Sänger

Ines Amanovic – Sängerin

Infos und Tickets: https://manufaktur-wds.de/veranstaltungsprogramm/

Menschen verschiedener Herkunft
Quelle: Regiestelle "Demokratie leben!" / Andreas Schickert
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