"Demokratie leben! Lokale Partnerschaft für Demokratie"
"Demokratie leben!Lokale Partnerschaft fürDemokratie"

Rückblicke ...

Viele Aktivitäten haben ganz besonderes Interesse hervorgerufen. Deshalb finden Sie hier weitere Informationen im Rückblick zu einzelnen, erwähnenswerten Ereignissen.

Aktionswochen Vielfalt: Gestrandet

Am Fr. 30.09.16  wurde um 20:15 im Kulisse-Kino Gestrandet – ein Dokumentarfilm von Lisei CASPERS gezeigt

 

Ein Gruppe von Filmenthusiasten, „Refuges- welcome-Interessierten“, Flüchtlingen und Flüchtlingspaten war der Einladung der Fach- und Koordinierungsstelle gefolgt , um sich einer der interessantestem Dokumentarfilme der letzten zwei Jahre über Geflüchtete, und ihr Versuch in Deutschland Fuß zu fassen, anzuschauen. Das Jahr 2014 beginnt im Film für die Bewohner von „Strackholt“ mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen Sie, Ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten. Anfang 2014 hatte Lisei Caspers erfahren, dass eine Gruppe eritreischer Flüchtlinge in der Nähe ihres Heimatdorfes untergebracht werden. Sie beschließt den Weg der Asylbewerber filmisch zu begleiten. Mit GESTRANDET ist ihr ein eindringlicher Film gelungen, der nicht nur die Nöte der Asylbewerber und die Sorgen der ehrenamtlichen Betreuer schildert, sondern auch zeigt, wie beide Seiten voneinander lernen und zu einem größeren Verständnis gelangen. In der anschließenden Diskussion war -  wie im Film - das Hauptthema, wie die lange Zeit des Wartens auf den Asylantragsbescheid (hier ca. 18 Monate) konstruktiv genutzt werden.  Wie kann die anfängliche Euphorie über das Ankommen in Deutschland und die engagierte Hilfsbereitschaft von Ehrenamtlichen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen gehalten werden? Die Flüchtlinge möchten schnell arbeiten, sich ihren eigenen Unterhalt verdienen, denn: die zurück gebliebenen Familien warten auf den Geldfluss aus Deutschland. Dagegen stehen die langen Mühen und Wege um die deutsche Sprache zu lernen und der steinige Weg zur Anerkennung als Geflüchteter. Hier waren die Chancen bei den Eritreern nicht schlecht, die Dauer war gefühlt eine Ewigkeit. Die Anwesenden berichteten von den gleichen Problemlagen und bescheinigten dem Film einen extremen Realitätsgehalt. Insofern war der Film ein Mutmacher für die Ehrenamtlichen in ihrem täglichen Kampf um die kleinen Schritte der Integration.

Wichtige Informationen zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMFSJ: 2017 zusätzliche 50 Millionen

Vor nunmehr fast 2 Jahren ist das Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ gestartet. Angesichts zunehmender Verunsicherung in der Bevölkerung, begründet u.a. durch wachsende Zustimmung für rechtspopulistische, rechtsradikale Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte, zunehmenden gewaltbereiten Islamismus oder links motivierter Gewaltkriminalität, stehen wir aktuell vor großen Herausforderungen. Es konnte jedoch durch die von Ihnen und Ihren Partnerinnen und Partnern geleistete Arbeit viel bewirkt werden.

Daher möchte ich Ihnen an dieser Stelle für Ihr Engagement im Bundesprogramm "Demokratie leben!" ausdrücklich danken. Im Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2017 ist vorgesehen das Bundesprogramm "Demokratie leben!" in 2017 um ca. 50 Mio. Euro aufzustocken. Vorbehaltlich der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes 2017 können wir dann in 2017 insgesamt 104,5 Mio. Euro für diese wichtige Arbeit nutzen.

Fachtag Extrem(istisch)e Jugend?!

Am Sa. den 12.11.2016 fand von 8:30 Uhr bis 14:00 Uhr im Treff am See, in Böblingen der Fachtag „Extrem(istisch)e Jugend?! – Prävention und Reaktion in der Arbeit mit jungen Menschen“ der Partnerschaft für Demokratie Böblingen statt. Mit im Boot als Kooperationspartner waren die Partnerschaft für Demokratie Kommunen Sindelfingen, Weil der Stadt und Herrenberg mit ihren Fach- und Koordinierungsstellen. 

Frau Kohler - Verein für Jugendhilfe e.V. - von der Fach- und Koordinierungsstelle Partnerschaft für Demokratie Böblingen, begrüßte die Teilnehmenden  - Ehrenamtliche, (Sozial-)PädagogInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen, Bildungsbeauftragte - mit und ohne Migrationsvordergrund und stellte den Tagesablauf vor. Ziel des ersten gemeinsamen Fachtages sei es, Fachkräfte und Ehrenamtliche für Radikalisierungsprozesse unter jungen Menschen zu sensibilisieren und ihnen Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Der Erste Bürgermeister Böblingens Herr Schwarz stellte in seinem Grußwort heraus, dass der Dialog und die fachliche Kenntnis über Ursachen und Tendenzen von Radikalisierungsprozessen ein wichtiges Thema seien, obgleich es in Böblingen keine extremistische Jugendszene gebe.

Frau Glück Polizeipräsidium Ludwigsburg, erörterte sehr detailliert und kenntnisreich in ihren Vortrag die "Gemeinsamkeiten bei Anwerbestrategien von extremistischen Gruppierungen" und konnte die vielen Fragen eingehend beantworten. Auch das "Projekt Achtung?!" – eine Initiative des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gegen Extremismus und Radikalisierung wurde von ihr vorgestellt.

Nach der Pause ging es in zwei Work Shops weiter:

  • Jugend unter Strom / Junge Menschen im Spannungsfeld rechtsextremer Ideologien – Fachstelle für Extremismusdistanzierung des Demokratiezentrums in Baden Württemberg mit Mathieu Coquelin
  • Auf dem Weg ins Paradies? / Radikalisierungsverläufe in islamistischen Kontexten und mögliche Ursachen – Team meX der Landeszentrale für politische Bildung mit Frau Asli Kücük

Die Teilnehmer waren sehr engagiert in den Work Shops. Das positive Feedback war für die Veranstalter Motivation genug, um bald die Vorbereitungen für den nächsten Fachtag 2017 zu beginnen.

Menschen verschiedener Herkunft
Quelle: Regiestelle "Demokratie leben!" / Andreas Schickert

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