"Demokratie leben! Lokale Partnerschaft für Demokratie"
"Demokratie leben!Lokale Partnerschaft fürDemokratie"

Projektübersicht 2016

Nach den ersten neun Bewilligungen für Projekte im Januar 2016 hat jetzt der Begleitausschuss des LAP Weil der Stadt im April ein weiteres Projekt der Sportvereinigung Weil der Stadt 1861 e.V. Tennisabteilung bewilligt:

 

Graffiti und Tennis verbindet! - für die teilnehmenden Kinder/Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien und einheimischen Familien gibt es eine Einführung zur Theorie und Praxis der Graffitikultur – inhaltlich mit dem Thema Tennis verbunden -  mit einem Film. Im zweiten Schritt werden die Formen und Gesetze der Buchstabengestaltung auf Papier gezeigt. Danach werden in einer Kreativphase in Form von Skizzen erste Entwürfe entwickelt, die sich dann zu einem Gesamtkonzept verdichten. Den Kindern wird von Anfang an vermittelt, dass es sich nicht um „wildes Sprühen“ handelt, sondern durch die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen - Vorbereitung der Wand durch Reinigen, Grundieren, Abkleben; Ausführen der Sprühtechnik – um eine professionelle Arbeit handelt.

Das gemeinsam erarbeitete Konzept wird dann in Teamarbeit umgesetzt. Nach diesem Auftakt haben die Kindern und Jugendlichen die  Möglichkeit am wöchentlichen kostenlosen Tennisspielen  - unter fachlicher Anleitung und Betreuung – in der Saison 2016 teilzunehmen.


Im Projekt „Kinderfußball“ der Spvgg steht das Thema Fußball als Integrationsmotor im Mittelpunkt der Spiel- und Lerneinheiten an unterschiedlichen Spielorten mit Kindern aus verschiedenen Stadtteilen, verschiedener Herkunftskulturen und Flüchtlingskindern. Das offene Spiel- und Trainingsangebot von Interfußball bietet den Kindern die Möglichkeit einer aktiven Freizeitgestaltung und leistet einen Beitrag zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe.
In „Cinderellas Traum“ – einem Kindermusical, werden durch gemeinsames Singen und Musizieren Brücken zur Verständigung gebaut und ein wichtiger Beitrag zur Integration geleistet. Durch die Musik ist es leichter, Grenzen zu überwinden, Lebensfreude zu vermitteln und aus Fremden Freunde zu machen. Toleranz ist dabei ein wichtiger Lernfaktor in der Projektidee der Chorvereinigung Weil der Stadt. Eine ausgebildete Fachkraft wird hierbei Lieder und Rhythmus den Kindern kindgerecht vermitteln. Das Erlernte soll in mehreren öffentlichen Veranstaltungen vorgetragen werden.
Ebenfalls mit viel Musik geht es beim "Interkulturellen Tafel-Sommerfest" im Spital am Tag der offenen Tür, Samstag 23.7.2016 ab 17.00 zu. Durch das Konzert der Gruppe FOR TWO, der Infoveranstaltung zur Arbeit der Weil der Städter Tafel und der Bewirtung mit Getränken und Büffetspezialitäten aus anderen Ländern und anderen Kulturen - wird das ehrenamtliche Engagement von Bürgern aller Altersgruppen mit und ohne Migrationshintergrund
verknüpft. Damit sollen Integrationsschritte von Migranten durch Netzwerkbildungen ehrenamtlich Engagierter, dem Verein Tafel Weil der Stadt e.V. und dessen Mitgliedern, den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden gefördert werden.
In eine ganz andere Richtung geht das Gewaltpräventionsprojekt der Schulsozialarbeit des Vereins für Jugendhilfe „Mut zum Leben“: um andere Menschen, insbesondere Jugendliche, vor den Folgen der Gewalt zu bewahren und darüber aufzuklären, wurde das Projekt „First Togetherness“ von Christoph Rickels ins Leben gerufen, die Gewaltprävention in Schulklassen ist ein Bestandteil dessen. Ein Projekt, das ankommt und das Pädagogen und Lehrer, die es kennenlernen durften, gleichermaßen begeistert. Offenherzig und mit lockerem, humorvollem Ton gelingt es Christoph Rickels, einem Gewaltopfer und Initiator von First Togehterness, Jugendliche in einer Art und Weise für Gewalt zu sensibilisieren, wie es kaum ein Polizist oder Lehrer kann. Sein Schicksal berührt. Es wirkt und zwar nachhaltig. 90 Schüler werden an dem Projekt teilnehmen.
Auf die Spurensuche und Dokumentation von (erfolgreichen) Biografien junger Migranten verschiedenster Herkunftskulturen der 2-4 Generation begibt sich das EineWeltLaden- Buchprojekt.
Mit gleich zwei Projekten ist Miteinander-Füreinander e.V. in diesem Jahr dabei. Eine Nähgruppe trifft sich regelmäßig mit der lokalen Minideckengruppe in der Flüchtlingsunterkunft. In der Nähgruppe findet zwischen den ehrenamtlichen Teilnehmern, anderen Minideckengruppen und Flüchtlingen ein Austausch zwischen den Nähtraditionen der jeweiligen Kulturen statt. Gleichzeitig haben Flüchtlinge die Möglichkeit, das Nähen zu lernen. Die genähten Decken und Kleidungsstücke werden dann nach Absprache mit dem Ak-Asyl und den beteiligten Flüchtlingen den Bedürftigen übergeben. Im zweiten Projekt „Leben in D“ wird Flüchtlingen ein Einstieg vermittelt, wie das Leben in Deutschland funktioniert.
Zwei weitere Initiativen kommen aus Merklingen. Das Evangelische Jugendwerk startet mit
„Aller-Welts-Apfel“. Ehrenamtlich engagierte junge Menschen führen mit Unterstützung von Erwachsenen einen Begegnungstag „Aller-Welts-Apfel“ am 15. Oktober 2016 für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins Merklingen durch. Im Vorfeld werden ganz gezielt Flüchtlingskinder, die im "Fruchtkasten" Merklingen und in der Nachbarschaft des Blannentalhofs untergebracht sind, zu der Veranstaltung eingeladen.
Im Projekt „Repair Café für Migranten“ des Umweltteams der evangelischen Kirchen-gemeinde Merklingen und der Nachbarschaftsinitiative werden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl ganz gezielt handwerklich begabte Migranten und Flüchtlinge, die in Weil der Stadt wohnen, als Reparaturexperten und Mitarbeiter einladen. Durch die Mitarbeit erfahren sie Wertschätzung, und es wird ihnen die Integration erleichtert.

Menschen verschiedener Herkunft
Quelle: Regiestelle "Demokratie leben!" / Andreas Schickert

Anzahl der Seitenaufrufe

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Demokratie Leben - Weil der Stadt