Miteinander-Füreinander e.V.

MehrGenerationenFarm und Demokratie leben!

 Die meisten Projekte von Miteinander-Füreinander bei Demokratie leben! wurden von der Gruppe der MehrGenerationenFarm durchgeführt. Sie ist als Treff für Jung und Alt konzipiert: Besucher können an Aktionen teilnehmen oder während der Öffnungszeiten zur Farm kommen.

Als Farmmitglied kann man sich aktiv für alle Aufgaben einbringen. Was auf der Farm dauerhaft gefordert ist: Toleranz üben im Umgang mit den anderen, Wege für ein gutes Miteinander suchen, um gemeinsam Verantwortung für das Gelingen der Farm zu übernehmen. Insbesondere durch Projekte über Demokratie leben! konnten verschiedenste Menschen ins Farmleben einbezogen werden – ob jung oder alt, mit Migrations- oder Fluchtbiografie oder ohne. Manche wären ohne die Projekte eher nicht „von alleine“ zur Farm gekommen. Ob beim Anstreichen und Gestalten von Räumen im Farmgebäude, Aufbau von Gartenhütten, Pflanzaktionen und Heu machen, dem Aufbau von Hochbeeten, eines Hühnerstalls oder der Gestaltung von Farm-T-Shirts – hier haben viele Hände mitgewirkt.

 

Oftmals wurde mit Schülern der Heinrich-Steinhöwel-Schule zusammengearbeitet. Immer wieder fanden sich Kontakte zu Familien mit Migrationshintergrund. Nach Beendigung der Aktionen können die Beteiligten ihrer Familie und ihren Freunden zeigen: „Das da habe ich mit aufgebaut“. Ein kleines Stückchen gehört man damit mit zur Farm. Wen „es“ packt, der ist außerhalb der Projekte als Besucher oder aktives Mitglied auf der Farm herzlich willkommen. Die Möglichkeit für kreative Begegnungen schafften andere Demokratie-leben!-Projekte auf der Farm. Ob beim Kürbisfest mit vielen Besuchern oder in kleinerer Runde, zum Beispiel beim mehrtägigen Projekt des Farm-Jugendbeirates „Upcyling – wir machen Mode“. Vielfalt ergibt sich auf der Farm nebenher –weil die Mischung an Menschen, die hier mitmachen, so bunt ist.

Für die Farmhelfer liegt die Freude an der Durchführung der Projekte insbesondere am Umgang mit den Kindern. Eine unglaubliche Wissbegierde kann da zutage kommen und es macht Spaß, die vielen Fragen zu beantworten. Die Kinder lassen sich gerne etwas erklären und zeigen vollen Einsatz, wenn es zum Beispiel darum geht, zu lernen, wie ein Akkuschrauber funktioniert. Diese Begeisterung mitzubekommen – das springt über und erfüllt mit Freude. Ebenso, wenn sich nach längerer Zeit mit den inzwischen Jugendlichen oder jungen Erwachsene, bei zufälligen Treffs in Weil der Stadt immer wieder Gespräche ergeben.

 

Farm wird künftig mehr zum Treffpunkt

Im letzten Jahr wurden aufgrund von Corona die regelmäßigen Öffnungszeiten für Besucher eingestellt. Lediglich die Grundversorgung der Kaninchen und des Gartens wurde von den ehrenamtlichen Farmhelfern sichergestellt, vereinzelt wurden kleinere Aufgaben wahrgenommen. Corona hat dennoch auch einen positiven Aspekt mit sich gebracht: Bisher hatten sich die Farmhelfer aufgrund ihrer verschiedenen Aufgaben und Einsatzzeiten eher nur selten, zum Teil sogar nicht getroffen. Jetzt blieb man gerne einfach ein bisschen länger auf der Farm und traf auf andere Helfer. Für die Farmler ein Anlass, dem Farmkonzept ein weiteres Standbein zu geben: Außerhalb der Öffnungszeiten soll die Farm künftig stärker auch als Treff für die aktiven Farmmitglieder genutzt werden.

Im Rahmen von Demokratie leben! wird die Farm dieses Jahr verschiedene kleinere Mitmach-Projekte durchführen. Die Farm muss „in Schuss gehalten“ werden. Wer Lust hätte, zum Beispiel Stallgebäude zu streichen, gemütliche Schattensitzplätze anzulegen, eine Kälteschutz-Abdeckung für Hochbeete zu bauen oder das Dach des Hasenstalls wetterfest zu machen, darf sich gerne beim Farmteam melden, per Mail an mgf@mitfuereinander.de oder telefonisch unter 07033/81048.

Text: Christiane Berkau

Fotos: MehrGenerationenFarm

Steckbrief:

Miteinander-Füreinander auf einen Blick

1995 gegründet von Bernhard Raiser, entwickelte sich die Bürgeraktion zügig zu einer festen Größe im nicht gerade armen Weil der Städter Vereinsleben.
Gründungsgedanke:

Helfen, eigenes Wissen einbringen, körperlich und geistig fit bleiben, Angebote gegen Vereinsamung machen

Eckdaten:

  • über 320 Mitglieder, fast 20 ganz unterschiedliche Gruppierungen
  • Angebote zum Beispiel für Bewegung, Sprache, Literatur, Tanz, Spiel, Bürger helfen Bürgern, Unterstützung bei Computer/EDV, diskutieren im Energieforum

Jeder Interessierte ist bei Miteinander Füreinander herzlich willkommen, egal bei welchen Aktivitäten, ob in einer der Gruppen, bei der MehrGenerationenFarm oder beim künftigen BürgerTreff.
Aktuelle Infos unter www.mf-wds.de

Menschen verschiedener Herkunft
Quelle: Regiestelle "Demokratie leben!" / Andreas Schickert
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